Schieferdorf Schmiedebach bei LehestenBlick über das HöllentalStadt und Burg Ranis im ZechsteinlandHirschkanzel nördlich von Sachsenbrunn
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Tourismus

Der Geopark „Schieferland“ liegt grenzübergreifend im Südosten Thüringens und im nordöstlichen Teil Bayerns. Er fällt im Wesentlichen mit der geologischen Einheit des thüringisch-fränkischen Schiefergebirges zusammen und verfügt über eine Reihe von geologisch relevanten Besonderheiten.

 

Der bekannteste Naturwissenschaftler, der im Bereich des heutigen Geoparks tätig war, ist zweifellos der junge Bergassessor Alexander von Humboldt, der das Ansbach-Bayreuthische Bergbauwesen im Frankenwald in den Jahren 1792-96 reformierte und sich mit Arbeitsaufträgen im Gebiet des heutigen Geoparks aufhielt. Wir empfehlen die Geo-Tour "HUMBOLDT-IN-OBEFRANKEN". Sein Wirken in Thüringen wird authentisch in der Morassina, einem historischen Alaunschieferbergwerk in Schmiedefeld thematisiert.

 

Im Geopark „Schieferland“ finden sich herausragende Belege der Landschafts- und Menschheitsentwicklung. Wirtschaftsgeschichte ist geprägt durch Erzbergbau und -weiterverarbeitung, Schiefergewinnung und Schieferarchitektur, Talsperren- und Verkehrswegebau. Die Schiefergruben zählten zu den größten in Europa, und auch die historischen Goldvorkommen gehörten zu den bedeutendsten in ganz Deutschland.


Staatsbruch


Der Geopark Schieferland​ lässt in Sachen Wanderurlaub keine Wünsche offen. Ob Mehrtageswanderung ohne Gepäck, ein verlängertes Wanderwochenende oder einfach nur eine Tagestour: Unsere Rundwanderwege, Tages- und Halbtagestouren, auf denen man Natur mit allen Sinnen erkunden kann – bieten zusammen mit den weiteren Fernwanderwegen und dem umfassenden Wanderwegenetz zusammen mit den Wasserwanderungen am Thüringer Meer (Hohenwarte- und Bleilochstausee) alle Möglichkeiten. Naturliebhaber, Abenteurer und Kulturinteressierte kommen ebenso auf ihre Kosten wie Ruhebedürftige und Gesundheitsbewusste. Dabei verbinden sich die Landschaften des Naturparks Thüringer Schiefergebirge – Obere Saale im Nordosten, des Naturparks Frankenwald im Süden und des Thüringer Waldes im Nordwesten. Verbindende Elemente sind der Rennsteig als der wohl bekannteste Thüringer Wanderweg, und das "Grüne Band" entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der älteste und berühmteste Höhenwanderweg Deutschlands verläuft auf rund 169 km über den Kamm des Thüringer Waldes, durch das Thüringer Schiefergebirge und den nördlichen Teil des Frankenwaldes.

Der mit einem weißen R markierte Wanderweg beginnt am Mittellauf der Werra im Eisenacher Ortsteil Hörschel und endet, nachdem er bayerisches Landesgebiet durchquert, in der Ortschaft Blankenstein am Oberlauf der Saale. Der Rennsteig ist zugleich historischer Grenzweg, gesäumt von Grenzsteinen mit Hoheitszeichen vergangener Mächte, Sprachgrenze sowie Wasser- und Wetterscheide. Um ihn ranken sich Sagen. Gedichte und Lieder wurden über ihn geschrieben. Einmal im Jahr findet hier Europas größter Crosslauf, der GutsMuths-Rennsteiglauf, statt. Der Verlauf des Rennsteiges wurde im Jahr 1830 vom Gothaer Topographen Julius von Plänckner exakt beschrieben. Wer heute den gesamten Rennsteig bezwingen will, nimmt sich am Werraufer einen Kieselstein und begibt sich auf die anspruchsvolle, aber ungemein erholsame Tour, um den Stein zum Abschluss in die Saale zu werfen


Rennsteig


Die Schönheit und der Reiz dieser Landschaft liegen in der Weite und Ruhe ihrer Wälder. Beim Wandern, Skifahren und Ausspannen können Sie in Höhenlagen die gesunde Luft genießen. Im Zentrum des Geoparks erreichen die Berge Höhen von fast 800 Metern. Wälder bedecken hier weite Teile des Gebietes. Zwischen den Bergen liegen tief eingeschnittene Bachtäler. Das trockene, warme Klima und die teilweise offenen Felsen schaffen hier Lebensbedingungen für Wärme liebende Tier- und Pflanzenarten – und Erholungsräume für Wanderer, Wasserratten und Sonnenanbeter. In einigen Bächen und Flüssen ist die seltene Wasseramsel zu beobachten, die in sauberen kühlen Fließgewässern ihre Nahrung unter Wasser sucht. In dieser Region findet man auch Hinweise auf den Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die heute einen wertvollen Lebensraum und Biotop-Verbund für seltene Tiere und Pflanzen darstellt. Am "Grünen Band" entstehen heute Möglichkeiten, diese über lange Zeit unberührte Natur zu erleben. Das sonnige Saaletal bildet mit den beiden großen Stauseen, dem "Thüringer Meer" und dem dazwischen liegenden blauen Band der Saale ein beliebtes Ferien- und Ausflugsgebiet mit vielen Wanderwegen und Aussichtspunkten.

 

Nicht zu vergessen sind auch die Thermen in Bad Lobenstein und Bad Steben.

Die modernen Thermen mit Wasserwelten, Saunaland, Gesundheitszentrum und Wellness-Dome bietet Entspannung vom Feinsten. Malerische Städte mit mittelalterlichen Stadtkernen, bestens erhaltene Festungen, Burgen und Schlösser, romantische Parks und Gärten sowie Spuren bedeutender Persönlichkeiten lassen sich allerorten finden.


ThüringerMeer

ThermeLobenstein


Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt – schließlich befinden wir uns in der Genussregion Oberfranken mit der größten Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte der Welt. Mit Thüringen auf der anderen Seite ist unter anderem durch Thüringer Rostbratwurst und vielen anderen Angeboten der kulinarische Genuss gesichert.

 

Durch enge, von plätschernden Bächen durchzogenen Täler, über weite Hochflächen mit duftenden, bunt blühenden Bergwiesen, durch geheimnisvolle Wälder, durch historische Städte und ursprüngliche Dörfer, vorbei an monumentalen Burgen und romantischen Schlössern, erleben Sie, wie sich Klima und Landschaft auf engstem Raum verändern - vom sonnengewärmten, lichtdurchfluteten Gebirgsvorland durch schattige Wälder zu den rauen Gipfeln am Rennsteig.