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Geopark Schieferland erhält IUGS-Zertifikat „Welterbestein Deutscher Dachschiefer“

Probstzella. Der Naturwerkstein „Deutscher Dachschiefer“ ist nun offiziell ein „Welt-Erbe-Stein“. Zwar wurde der begehrte Titel bereits im Jahr 2024 verliehen, doch jetzt erfolgte die feierliche Übergabe der Urkunde. Den passenden Rahmen dafür bot die Internationale Tagung Geotop 2026, die vom 21. bis 23. Mai Wissenschaftler und Akteure aus ganz Deutschland, der Schweiz, Östereich und Griechenland im Haus des Volkes in Probstzella zusammenführt.

 

Am Donnerstag nahm Landrat Marko Wolfram im Rahmen der Tagungseröffnung die Urkunde stellvertretend für den Geopark Schieferland – eine der Kernregionen des Dachschieferabbaus – entgegen. Überreicht wurde das Zertifkat von Frau Dr. Angela Ehling vom Executive Committee der IUGS, International Union of Geological Sciences. Die Expertin der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Potsdam betonte bei der Übergabe: „Steine sind vielleicht das Allerwichtigste, das unsere Kulturlandschaften prägt. Deshalb zertifizieren wir bedeutende Werksteine – wie den Deutschen Dachschiefer mit seinen historischen Revieren.“ Ehling wird das Konzept der „IUGS Heritage Stones“ am Freitag in einem ausführlichen Vortrag vorstellen.

 

„Diese Auszeichnung zeigt, dass unser Dachschiefer und unsere Schieferregion eine immense Bedeutung für das deutsche Kulturerbe haben. Es ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung durch eine weltweit tätige Institution“, freute sich Landrat Wolfram. Zuvor hatte er die Teilnehmer als Vertreter des gastgebenden Geoparks begrüßt und die Bedeutung der Tagung hervorgehoben: „Dass die Fachwelt der deutschen Geologen und Geoparks in diesen Tagen bei uns zu Gast ist, ist eine große Auszeichnung. Das gibt uns Rückenwind, unseren länderübergreifenden Geopark im nationalen Netzwerk weiter fest zu etablieren.“

 

(Aus der Pressemitteilung 151 des Landratsamts Saalfeld-Rudolstadt)

 

Viele UNESCO-Welterbe-Gebäude in Mitteleuropa sind mit Dachschiefer gedeckt. Damit erfüllt das Gestein die Anforderung der IUGS, die Natursteine nur dann auszeichnet, wenn sie als integraler Bestandteil der menschlichen Kultur anerkannt sind. Die internationale Auszeichnung mahnt Bauherren und insbesondere die in der Denkmalpflege Tätigen, heimische Dachschiefer zu erhalten und zu verwenden.

 

 

Foto: Übergabe der Urkunde (v.l.n.r.: Gerald Slotosch, Gunther Aselmeyer, Christine Kober, Angela Ehling, Landrat Marko Wolfram, Andreas Gliesing und Anja Wunder, Quelle: M. Modes, LRA Saalfeld-Rudolstadt)

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